• Daniel Feigenbutz

Ein alternativer Ansatz zum Thema Demenz



Spiegel-Online berichtet heute über die deutlich ansteigende Anzahl an Demenz-Erkrankungen. Wirkliche Ursachen werden in dem Bericht nicht genannt (nur, warum die Zahl steigt, aber nicht, wo Demenz her kommt). Eine Idee dazu: gerade hierzulande haben viele Menschen ihre Erlebnisse aus dem Krieg und aus der Nachkriegszeit verdrängt. Hierbei handelt es sich meines Erachtens um eine Schutzfunktion - wir können uns sicherlich nicht ausmalen, wie dramatisch und traumatisch die Erlebnisse gerade in dieser Zeit waren. Verdrängung heißt aber auch, dass man die Erlebnisse bewusst oder unbewusst (sicherlich eher letzteres) aus dem Bewusstsein verbannt hat - "de mens" (lat. = "aus dem Bewusstsein"). Irgendwann unterscheidet das Bewusstsein offenbar nicht mehr zwischen "verbannenswerten" und für das tägliche Leben sinnvollen Informationen, was dann als Demenz bezeichnet wird. Wie die Studie zeigt, ist Demenz aber auch ein Thema der nachfolgenden Generationen, was nicht zuletzt daran liegt, dass "wir" natürlich von unseren Eltern und Großeltern geprägt werden - sie sind nun mal unsere Vorbilder, egal ob wir uns das immer eingestehen wollen oder gut finden. Insofern kann es ein hilfreicher Ansatz sein, Themen aus dem eigenen Leben nicht zu verdrängen, sondern sie anzuschauen und aufzulösen. Ein Ereignis an sich ist kein Trauma, sondern das, was wir über das Ereignis denken und fühlen - und das kann man ändern. Dabei ist es nicht wichtig, wie lange das Ereignis her ist. Und übrigens: es lohnt sich, besonders da hin zu gucken, wo man als erstes sagt: "Da ist nix" oder "Da brauche ich nicht hingucken"... ;-)

#Psychosomatik #Gesundheit #Demenz

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