• Daniel Feigenbutz

Die Krux mit der Unternehmensnachfolge



Insbesondere bei inhabergeführten Unternehmen stellt sich irgendwann die Frage, wer das Unternehmen einmal übernehmen soll. Auch wenn Nachkommen da sind, sind diese nicht zwingend gewillt, den Platz einzunehmen. Und wenn doch, sind sie auch wirklich geeignet?

Es ist sinnvoll, sich rechtzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen. Denn nicht nur das Alter ist ein Grund, ein Unternehmen zu übergeben. Auch bei einer schweren Krankheit oder einem plötzlichen Tod sollte alles geregelt sein, damit die Mitarbeiter weiter beschäftigt sind und das Geschäft weiterlaufen kann. Die Nachfolgeplanung gehört also auch zur sozialen Verantwortung eines Unternehmers.

Um im Bedarfsfall nichts übers Knie brechen zu müssen, sollte also frühzeitig ein Profil erstellt werden, wie der Nachfolger denn sein sollte - welche Eigenschaften, welche Kompetenzen, welche Philosophie soll er haben? Erst danach sollte der Abgleich stattfinden, ob beispielsweise Tochter oder Sohn das Unternehmen übernehmen können (und wollen!) oder ob man sich doch lieber extern umschaut. Manchmal kann es nämlich passender sein, einen Geschäftsführer zu bestellen. Die Eigentumsverhältnisse müssen dabei ja nicht angetastet werden.

Sollte „der Neue“ doch aus den eigenen Reihen kommen, empfiehlt es sich, rechtzeitig das Know-how aufzubauen. Das betrifft nicht nur die fachlichen Themen, sondern insbesondere auch die betriebswirtschaftlichen und führungsrelevanten. Auch wie Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten auf denjenigen reagieren, kann ein wichtiger Indikator sein.

Übergibt der Senior an den Junior, so ist häufig festzustellen, dass zwar die Firma überschrieben wird, aber kein wirkliches Loslassen stattfindet. Darunter leiden beide, denn es entwickeln sich Konflikte, die dem Unternehmen nicht gut tun - und der Familie auch nicht. Wenn dann die Mitarbeiter immer noch „zum Alten“ gehen und somit die Autorität des Juniors umgehen, ist das Chaos perfekt.

Hier ist es hilfreich sich anzuschauen, was vom Senior bewahrt werden soll (es ist ja nicht selten sein „Baby“) und wie das geschehen kann, so dass der Junior trotzdem seine eigene Handschrift einbringen kann - und sich der Senior tatsächlich zurückzieht. Denn so erreicht man das beste aus „beiden Welten“ und kann sich um das kümmern, worum es eigentlich geht: das eigene Unternehmen weiter nach vorne zu bringen.

Sollten Sie Bedarf an einer Begleitung haben, sprechen Sie mich gerne darauf an! Bei juristischen und steuerrechtlichen Fragen leite ich Sie auch gerne an meine Netzwerkpartner weiter.

#FürUnternehmen #Führung

29 Ansichten