• Daniel Feigenbutz

„Echte“ Frauen sind die Führungskräfte der Zukunft



In vielen Unternehmen herrschen zur Zeit noch Macht und Misstrauen. Alles wird auf Leistung gedrillt, mit Zielen werden mündige Menschen in Richtungen gesteuert, die sie von sich aus nicht gehen würden.

Das alles mag noch eine Zeitlang funktionieren, doch die Sehnsucht der Menschen ist längst eine andere - sie wollen eine Umgebung der Wertschätzung, des Vertrauens, des Sich-Entfalten-Könnens, der Gemeinschaft.

Unternehmen können natürlich darauf warten, bis die Krankheitsquoten noch weiter steigen und noch mehr Mitarbeiter innerlich kündigen und nur noch ihren Körper (folgsames Abarbeiten), aber nicht mehr ihren Geist (Ideen, Innovationen, Freude) zur Verfügung stellen. Eigentlich sollte der aktuelle Status längst ausreichen, um zu einem Umdenken zu kommen. Zumindest viele Mitarbeiter werden mir an dieser Stelle zustimmen - und das sind „die Vielen“, die eigentlich die Macht haben.

Nach und nach werden sich diese Werte - Wertschätzung, Vertrauen… - wieder durchsetzen. Ich nenne sie gerne „weibliche Werte“, weil sie einfach weicher und wärmer sind als das, was wir heutzutage oft erleben und was zumeist von Männern repräsentiert wird. Härte und Leistungsdrill sind anerzogen, Herzlichkeit und Vertrauen kommen von Herzen - sie sind also „echt“, authentisch. Wir haben es nur zu sehr verlernt.

Deswegen ist es aus meiner Sicht logisch, dass auch immer mehr Frauen in Führungspositionen kommen werden und müssen, weil sie diese Werte einfach natürlicher verkörpern und eher wieder in Kontakt damit kommen, als es die meisten Männer tun.

Die Frauenquote allerdings hilft uns hier nur bedingt weiter. Seit vielen Jahren gibt es Frauen in Führungspositionen und viele sind härter als Männer - oder es fällt ihnen schwer, sich gegenüber ihren männlichen Kollegen zu behaupten.

Umso wichtiger wird es sein, für Führungspositionen klare Profile zu definieren, in denen soziale Kompetenzen eine große Rolle spielen - eine größere als fachliche. Wenn man nach der Festlegung des Profils dann die Kanditaten scannt, werden automatisch mehr Frauen in Frage kommen. Und dann gibt es auch keine „Quotenfrauen“ mehr, deren Autorität zu Unrecht schon Kratzer hat, bevor sie den Job übernehmen, obwohl sie den hervorragend machen.

Insofern möchte ich jedes Unternehmen, das hier Nachholbedarf hat, einladen, nicht mehr weiterzumachen wie bisher, sondern heute umzudenken. Drum herumkommen werdet Ihr sowieso nicht. Und ich bin massiv davon überzeugt, dass es Euch erfolgreicher - und gesünder - machen wird.

#Führung #FürUnternehmen #Unternehmenskultur #Betriebsklima

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